Jugendwohngruppe 2 (umA) - KMV Sachsen gGmbH

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Jugend Wohngruppe 2 nach § 34, 41 SGB VIII (umA)

Teamleiterin: Anja Theelen
Breisgaustraße 53
04209 Leipzig
Telefon: 0341 231 834-14
Fax: 0341 231 834-09


Kurzbeschreibung der Angebotsspezifik

Das Angebot ist für zehn Jugendliche ausgerichtet.

Zielgruppe des Angebots sind unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge/Ausländer im Aufnahmealter 14-18 Jahre, die nach der Inobhutnahme durch das Jugendamt ein dazugehöriges Clearing (i.B. Gesundheit) durchlaufen haben oder sich noch im Clearing befinden. Bei Bedarf ist eine Weiterbetreuung junger Volljähriger gem. § 41 SGB VIII möglich. Zusätzliche Personaleinsätze im Zusammenhang mit noch ausstehenden Clearingaufgaben, die der Träger erbringen soll, müssen nach Abstimmung mit Vormund und ASD in den Einzelfällen über Fachleistungsstunden gesichert sein.
Die Jugendlichen können bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres in der Wohngruppe leben. Mit der Erreichung der Volljährigkeit endet die Hilfe, sofern das Ziel Verselbstständigung erreicht wurde. Voraussetzung für das Hilfeangebot bildet die Akzeptanz und Wertschätzung der Menschen in den anderen Jugendhilfeangeboten in der Einrichtung.
Im 2. OG der Breisgaustraße 53 befindet sich die im Januar 2017 eröffnete Jugend WG mit zehn Plätzen. Den Jugendlichen stehen drei Doppelzimmer und vie Einzelzimmer mit fünf Sanitäreinheiten mit Dusche und WC zur Verfügung. Weiterhin gibt es ein Küchenlager und einen Wäschestützpunkt. Für stark traumatisierte Jugendliche ermöglicht die KMV Sachsen gGmbH im Bedarfsfall die Einzelunterbringung. Ein großer Gemeinschaftsraum mit Küche dient jederzeit als Treffpunkt, lädt zum gemeinsamen Kochen und Essen ein und ist auch Ort für Gruppentreffen und Deutschunterricht. Weiterhin befindet sich in der Wohngruppe ein Büro sowie ein Beratungszimmer mit Schlafraum für die MitarbeiterInnen der Einrichtung.
Die Einrichtung befindet sich in einem barrierefreien Wohngebiet mit sehr guter Infrastruktur und ist zentral gelegen. Das Objekt hat drei Etagen, verfügt über einen Fahrstuhl und einen angrenzenden Garten (ca. 4500 m²) mit rollstuhlgerechter Wegeführung und vielfältigen Möglichkeiten für Sport, Spiel und Erholung. Im gleichen Objekt befinden sich außerdem eine Wohngruppe nach § 19 SGB VIII, sowie drei Wohngruppen nach § 34 SGB VIII (MINI WG, Kinder und Jugend Wohngruppe, Jugend Wohngruppe 1). Ein ambulantes Team für HzE ist ebenfalls vor Ort. Die enge Zusammenarbeit zwischen allen Angeboten ist gegeben.

Ziele unseres Angebotes sind:

  • die Förderung und Befähigung der Jugendlichen in ihrer Entwicklung zur eigenverantwortlichen Lebensgestaltung durch die Verbindung von Alltagserleben und zielgerichteter sozialpädagogischer Betreuung/ Begleitung,
  • die Erfüllung der Entwicklungsaufgaben der Jugendlichen (Persönlichkeitsentwicklung) sowie der schulischen, beruflichen und/ oder sozialen Integration sowie
  • die eigenständige Lebensführung ab Vollendung des 18. Lebensjahres (Autonomie und Selbstständigkeit), spätestens mit der Vollendung des 21. Lebensjahres.

Die Förderung eines vertrauensvollen Miteinanders ist die Voraussetzung für eine friedvolle Integration und beugt späteren Fehlentwicklungen und Integrationsschwierigkeiten vor.
Alle Jugendlichen haben in der Einrichtung ein hohes Beteiligungsrecht. Ihre Rechte und deren Einforderung werden ihnen ebenso wie ihre Beschwerdemöglichkeiten bei Einzug in die Wohngruppe verständlich erklärt.
Für externe Hilfsangebote kann das große Netzwerk des KMV Sachsen e.V. genutzt werden.

Aufgaben in der Grundversorgung:

  • Versorgung mit einem Schlafplatz, Verpflegung, Kleidung
  • Leistungen zu Beziehungsaufbau und Vertrauensbildung
  • Einführung von Strukturen im Alltag mit Schule, Freizeit, Pflichten für sich selbst und gegenüber der Gruppe
  • Sprachliche Förderung in der Schule (DAZ) oder anderen Sprachkursen
  • Abstimmung von eigenen Zielen, Ressourcen und Entwicklungsaufgaben
  • Veranlassen der Gesundheitsbetreuung
  • Klärung von Anzeichen psychischer Belastungen und Traumatisierungen

In der Wohngruppe leben Jugendliche mit unterschiedlichen kulturellen und familiären Identitäten zusammen. Aufgabe der Fachkräfte ist es, dieser Vielfalt mit unterschiedlichen Methoden, auch musisch, künstlerisch, handwerklich/gärtnerisch, theaterpädagogisch etc. gerecht zu werden, Gemeinsamkeiten herauszufinden, daran anzuknüpfen und die Jugendlichen individuell für ihr Leben in Deutschland vorzubereiten und zu stärken.
Eine Besonderheit der Gruppenbetreuung bei umA ist das Verständigungsproblem. Außerdem handelt es sich um teilweise traumatisierte junge Menschen, die unter Umständen bereits lange Zeit auf sich gestellt waren, sich „allein durchgeschlagen“ haben und in der Alltagsbewältigung auf ihre Weise fit sind. Oftmals steht eine Angst vor Benachteiligung und Diskriminierung im Raum.

Daraus ergeben sich folgende organisatorische Betreuungsschwerpunkte:

  • Zu Kernzeiten ist eine engmaschige Betreuung mit pädagogisch geplanten Aktivitäten zur körperlichen, geistigen und seelischen Balance sowie zur Erledigung der äußerst umfangreichen Behördenwege, der Organisation von schulischem Lernen und der Gesundheitsfürsorge vorgesehen.
  • Es gibt Raum und Möglichkeiten, traumatisierende Erlebnisse wie Krieg, Flucht etc. mit o.g. Projekten und spielerischen, künstlerisch-kreativen und handwerklichen Methoden zu verarbeiten.
  • Synergieeffekte zum KMV e. V. mit dessen inhaltlichen und räumlichen Angeboten (Handwerk; Küche, Gärtnern, Begegnungsangebote, Feste und Feiern, Sport und Fitness, Ausflüge, Kurse und Lerneinheiten etc.) werden pädagogisch geplant ausgebaut.
 
 
 
 
 
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